19.01.2026

POLITIK | Keine nationale Datengrundlage zu Kinderrechten? Die WBK-S sendet ein schlechtes Signal

An ihrer Sitzung vom 15. und 16. Januar 2026 hat die WBK-S die Motion 22.4505 Müller-Altermatt «Datenlage zur Umsetzung der Kinderrechte verbessern» beraten. Sie empfiehlt sie zur Ablehnung. ARTISET und der Branchenverband YOUVITA bedauern dies ausserordentlich und fordern den Ständerat auf, den Entscheid zu korrigieren, denn der Handlungsbedarf ist unbestritten.

Lücken schliessen für eine wirksame Politik

In zahlreichen Bereichen bestehen bei Statistiken zu Kindern und Jugendlichen erhebliche Datenlücken, unter anderem in der Kinder- und Jugendgesundheit, der Kinder- und Jugendhilfe, beim Gewaltschutz, bei Kindern mit Behinderungen, im Bildungsbereich sowie bei Kindern im Asyl- und Migrationskontext. Die bestehende Datenlage ist fragmentiert und erlaubt keine verlässliche Gesamtsicht auf die Umsetzung der Kinderrechte in der Schweiz. Eine verbesserte und harmonisierte Datengrundlage - wie die Motion sie fordert - wäre aber Voraussetzung für eine wirksame Politik. Auch der UN-Kinderechtsausschuss hat dies wiederholt empfohlen.

Die Chance packen

Nun liegt der Ball beim Ständerat. Dieser ist gefordert, den Antrag seiner vorberatenden Kommission abzulehnen und die Chance zu ergreifen, endlich eine nationale Datengrundlage zu schaffen.

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